Unterricht

Wir berücksichtigen sowohl moderne Ansätze aus der aktuellen Wissenschaft, nutzen aber auch bewährte traditionelle Methoden. So wird an unserer Schule jahrgangsbezogen gearbeitet, fächerübergreifend und oft projektorientiert. Wir nutzen Lehrgänge aus Schulbüchern, ersetzen aber die Fibel für den Anfangsunterricht lieber durch Kinderbücher aus unserer Schulbücherei. Als offenen Ansatz des Schreibenlernens nutzen wir eine Anlauttabelle. Dadurch können wir einer in den letzten Jahren immer weiter vergrößerte Leistungsspanne unserer Schülerinnen und Schüler besonders gut gerecht werden. Das Lesen wird bei uns sehr intensiv in zahlreichen – auch außerunterrichtlichen – Angeboten gefördert, was 2019 durch den Deutschen Lesepreis der Stiftung Lesen ausgezeichnet wurde. Auch die Mint-Fächer werden durch die Angebote im Mathematik- und Sachunterricht gefördert, was nicht zuletzt durch ein umfangreiches Angebot von Forscherboxen als auch den Einsatz unserer IPADs ermöglicht wird.

Das sprachliche Lernen – besonders im Hinblick auf die Fachsprache – wird durch das Führen einer Wortspeichermappe unterstützt. Hier werden eingeführte Fachbegriffe aller Hauptfächer festgehalten und erläutert. Diese Mappe stellt auch eine Hilfe für den Start in der weiterführenden Schule dar.

Durch Unterrichtsgänge zu außerunterrichtlichen Lernorten wie z.B. in die Stadtbücherei, das Rathaus, das Kunstmuseum, die Kläranlage, den Wald fördern wir die ganzheitliche Durchdringung von neuen Unterrichtsinhalten.

Alle Kinder werden in den ersten Schulwochen von unserer Sozialpädagogin auf ihre Stärken und Schwächen hin überprüft und erhalten dann die Möglichkeit gezielt in Kleingruppen durch sie in individuellen Teilbereichen im Lernstudio gefördert zu werden und zusätzlich im Unterricht individuell auf sie zugeschnittene Aufgaben zu bearbeiten.

Leistungsstarke Kinder können sich zusätzlich in schulübergreifenden Wettbewerben wie z.B. Lese-, Schreib- und Computer-, Kunst-, Mathematikwettbewerben messen und werden individuell durch differenzierte Aufgabenstellungen gefordert.

Ausführlichere Erläuterungen zum Unterricht in den einzelnen Fächern finden Sie auf dieser Seite etwas weiter unten. Den ausführlichen Lehrplan des Landes NRW können Sie unter folgendem Link nachlesen: https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/upload/klp_gs/LP_GS_2008.pdf

Unsere Unterrichtszeiten:

7.55 – 8.05 Uhr offener Unterrichtsbeginn

8.05 – 8.50 Uhr

8.50 – 9.35 Uhr                  9.35 – 9.45 Uhr Frühstückspause                9.45 – 10.05 Uhr Hofpause

10.05 – 10.50 Uhr

10.55 – 11.40 Uhr                                                                                 11.40 Uhr – 11.55 Uhr Hofpause

11.55 – 12.40 Uhr

12.45 – 13.30 Uhr

Unsere Lernzeiten (Di, Mi, Do) und freitags für die gesamte Klasse in der 4. Stunde beim/ bei der Klassenlehrer/in

1. Lernzeit 13.30 – 14.10 Uhr (1. und 2. Schuljahr)

2. Lernzeit 14.15 – 15.00 Uhr (3. und 4. Schuljahr)

 

Deutsch

Unser Deutsch-Konzept ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Texte zu schreiben, die ihnen besonders wichtig sind. So setzen sich die Kinder schreibend mit grundlegenden Fragen ihres Lebens auseinander – jeder gemäß seiner/ihrer individuellen Voraussetzungen. Die Schreiber und Schreiberinnen spüren von der 1. Schulwoche an, wie wertvoll die eigenen Gedanken sind. Dazu erhalten alle Kinder ein Schreibbuch, welches sie über vier Jahre begleiten wird. So entsteht ein persönliches Dokument, dass genau die individuelle Entwicklung dokumentiert. Weiter erleben die Kinder im Rahmen von Schreibkonferenzen, was sie mit ihren eigenen Texten bei ihren Zuhörern und Zuhörerinnen bewirken können. Die Gruppe wird also zum wichtigen Ratgeber für das eigene Lernen. Auf der Basis dieser Texte werden Schreib- und Rechtschreibkompetenzen, wie sie in den rechtlichen Vorgaben (Bildungsstandards, Lehrpläne, Fachanforderungen, Grundwortschatz NRW) für die Grundschule gefordert werden, auf höchst individualisierende Weise entwickelt. Einen besonderen Schwerpunkt setzen wir auf das Erlernen der Rechtschreibung. Auch dies beginnt schon im 1. Schuljahr nach dem phonematischen Prinzip mittels einer Anlauttabelle. Parallel dazu werden nach und nach weitere Rechtschreib-Prinzipien und -Strategien erarbeitet und angewendet wie z.B. zu Beginn mit dem Unterteilen der Wörter in Silben sowie dem Markieren der Vokale (Könige) pro Silbe. Durch Rechtschreibgespräche zum Wort der Woche oder dem Satz der Woche wird das Erlernte wiederholt, vertieft und geübt. Dieses individuelle Deutsch-Konzept, dass den Forderungen nach einer integrativen Deutschdidaktik entspricht, ist grundgelegt auf das Konzept von Beate Leßmann.

Mathematik

Unser Mathematik-Konzept beruht auf den Empfehlungen von PIKAS, welches ein Kooperationsprojekt der Universitäten Dortmund und Münster, des Schulministeriums NRW sowie der Deutschen Telekom Stiftung ist. (https://pikas.dzlm.de) Auch Eltern finden hier ebenfalls viele wichtige Informationen zum mathematischen Lernen. Wir leiten unsere Schülerinnen und Schüler an im Rahmen von sinnstiftenden Problemsituationen mathematische Konzepte zu entwickeln, indem sie Zusammenhänge entdecken, zunehmend durchdringen und vermehrt nutzen. Auch das Üben sollte in Sinnzusammenhängen erfolgen, um vorhandenes Verständnis sichern, vernetzen und vertiefen zu können. Die Aufgabe unserer Lehrkräfte besteht darin, herausfordernde Anlässe anzubieten, ergiebige Arbeitsmittel und reichhaltige Aufgabenstellungen bereitzustellen, eine breite Beteiligung der Kinder zu erreichen und vor allem eine strukturierte Kommunikation aufzubauen und zu erhalten, die dem Lernen aller Kinder förderlich ist. Die unterschiedlichen Darstellungsformen (Materialhandlungen, bildliche Darstellungen, Umgangssprache, mathematische Symbolsprache) und die sie konkretisierenden Darstellungen (z. B. Rechenrahmen oder Hundertertafel) werden im Unterricht vielfältig und kontinuierlich miteinander vernetzt, um tragfähige Grundvorstellungen von mathematischen Inhalten aufbauen zu können.

Einsatz digitaler Medien im Unterricht

Während für die analogen Medien die Bücherei eine zentrale Rolle darstellt, arbeiten wir im digitalen Bereich vor allem mit iPads, die von allen Jahrgängen genutzt werden. Außerdem verfügen wir über Beamer und apple TVs, mit Hilfe derer wir beispielsweise gemeinsam Arbeitsergebnisse präsentieren, besprechen oder vergleichen können. Auch eine interaktive Tafel (angeschafft durch den Förderverein unserer Schule) dient uns im Unterricht als Multifunktionsgerät nicht nur für die Veranschaulichung in diversen Bereichen und Fächern. Diese technische Ausstattung ermöglicht uns ein individuelles, zeitgemäßes und motivierendes Lernen und Lehren.

Wir sehen die Vorzüge, die das digitale Lernen manchmal gegenüber der analogen Alternative birgt. Genauso wissen wir aber von den Risiken und Nachteilen, die das Arbeiten an Bildschirmen bzw. im Internet haben kann. Da die digitalen Medien jedoch längst Einzug in die kindliche Welt und besonders in die Arbeitswelt erhalten haben, nutzen wir sie. Dabei machen wir es uns zur Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern aber einen sicheren und reflektierten Umgang mit den Geräten näher zu bringen.

Ab Klasse 1 kommen die iPads daher regelmäßig zum Einsatz, zunächst wird hier vor allem das reine Anwenden geübt. Im weiteren Verlauf der Grundschulzeit lernen die Schülerinnen und Schüler dann an zahlreichen Beispielen, Lerninhalte mithilfe von Apps kreativ umzusetzen oder sie als Erklärhilfen zu nutzen. So entstehen immer wieder beeindruckende Comics, Videos, Bücher, digitale Präsentationen oder Hörspiele mit Themen aus den unterschiedlichen Fächern.

Um die Technik, ihre Grenzen und ihr Potential nachvollziehen zu können, erlernen die Schülerinnen und Schüler außerdem bereits erstes Wissen rund um das Thema Programmieren. Auch ohne digitale Endgeräte und später mit einem unserer Lernroboter entdecken sie, dass Roboter und entsprechend alle programmierten Geräte in unserem Alltag nach geschriebenen Programmen aus Algorithmen und Funktionen arbeiten.

Sollten Sie sich selbst weiter über die Rolle von digitalen Medien an Schulen oder über Erziehungstipps bezüglich dieses Themas informieren wollen, so empfehlen wir folgende Links:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/mediennutzung/medienerziehung/

https://medienkompetenzrahmen.nrw/

Sachunterricht

Sachunterricht zeichnet sich auch bei uns dadurch aus, dass die Kinder aus unterschiedlichen Perspektiven ihren Blick auf „die Sache“ richten. Dabei nehmen sie eine forschende Grundhaltung ein und entdecken die Zusammenhänge zwischen der Natur, Gemeinschaft, Kultur, Zeit, Technik, Arbeitswelt, Umwelt und Mobilität. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung ist dabei ein kontinuierlicher Begleiter durch die Grundschulzeit. In unserem Schulgarten und an außerschulischen Lernorten (Museen, Naturschule Aggerbogen, Flughafen etc.) erleben die Kinder die Lerninhalte aktiv und mit Freude.

Der schulische Unterricht wird so gestaltet, dass die Kinder durch eigene Handlungen an konkreten Beispielen lernen. Sie führen z.B. Versuche und Experimente durch, konstruieren Bauwerke und bringen dabei immer auch ihre eigenen Ideen und Wünsche mit ein. Auch im Sachunterricht gilt das Leitmotiv unserer Schule: Hand in Hand – miteinander leben, lernen, lachen. Es bedeutet nicht nur, dass die Kinder untereinander eine Gemeinschaft entwickeln, sondern sie haben ebenso ein deutliches Mitspracherecht gegenüber der Lehrerschaft und in der Schul- und Unterrichtsgestaltung. So bieten wir den Kindern Möglichkeiten, selbstständig und demokratisch Regeln zu entwickeln und Lösungen für alltägliche Probleme zu finden. Der wöchentliche Klassenrat und das monatliche Schulparlament sind daher fester Bestandteil des Sachunterrichts und unseres demokratischen Miteinanders.

Des Weiteren nimmt der Sachunterricht auch eine bedeutsame Rolle bei der Vermittlung von Medienkompetenzen ein. Zum einen stehen den Kindern beim Lernen unsere (digitalen) Medien wie zahlreiche Sachbücher, unsere Computer und iPads zum Recherchieren zur Verfügung. Zum anderen vermitteln wir im Sachunterricht auch die sinnvolle und bewusste Verwendung der Medien. So erstellen die Kinder hier beispielsweise Erklärfilme oder nutzen QR-Codes. Dabei ist uns immer wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Mediennutzung reflektieren und einen sicheren Umgang üben, um sich so vor Gefahren zu schützen. Auch erste Begegnungen mit Grundlagen des Programmierens werden bei uns gewährleistet. Ob offline oder digital an einem unserer Lernroboter: Die Kinder lernen hier, welche grundlegenden Prinzipien in der digitalen Welt gelten und wo ihre Grenzen liegen.

Englisch

Der Englischunterricht beginnt seit dem Schuljahr 2021/ 2022 nach der Vorgabe des Ministeriums in der Grundschule nun wieder erst ab dem 3.Schuljahr. dafür aber mit 3 statt bisher 2 Stunden pro Woche. Auf spielerische und musikalische Art und Weise erlangen die Kinder einen ersten Zugang zu grundlegenden sprachlichen Mitteln sowie kommunikativen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dabei wird im Unterricht besonders viel Wert auf das Hör- und Hörsehverstehen, sowie das Sprechen gelegt. Die Fertigkeiten werden immer an Sprachsituationen unterschiedlicher Erfahrungsfelder (z.B. meine Familie, Tiere, zu Hause…) erarbeitet und geübt. Passende Lieder, Reime oder kleine Geschichten wirken sich positiv auf die Entwicklung der Aussprache und Intonation aus.

In unserer Schule arbeiten wir mit dem Lehrwerk Playway. Das Besondere an diesem Lehrwerk sind die dazugehörigen kleinen Videosequenzen in Form von Action Stories, bei denen sich die Kinder durch animierende kurze Anweisungen spielerisch bewegen können. Weiter gehören auch die lustigen Sketche mit Mr Matt oder die kurzen Videosequenzen mit den beiden Kindern Mia and Mike dazu, die zu einem besonders motivierendem Englischunterricht führen, bei dem zusätzlich landeskundliches und interkulturelles Wissen kindgerecht thematisiert wird.

Darüber hinaus dient der frühe Englischunterricht dazu, Neugierde auf Fremdes zu wecken und anderen Sprachen offen entgegenzutreten. Damit wird eine aufgeschlossene Haltung gegenüber anderen Völkern und Kulturen gefördert.

Sport und Schwimmen

Als „Tut-mir-gut-Schule“ legen wir in unserem Schulalltag (auch außerhalb des Sportunterrichts) großen Wert auf Sport und Bewegung. Unser Ziel ist es, die Kinder auch nach der Schule zum Sporttreiben und Bewegen anzuregen, zu motivieren und zu befähigen. Im Fokus des Sportunterrichts steht demnach das Fordern und Fördern von körperlich-motorischen Fertigkeiten, das Kennenlernen von (neuen) Sportarten und vor allem der Spaß an Bewegung.

Neben der Förderung von körperlich-motorischen Fertigkeiten spielt auch die Weiterentwicklung von kognitiven, sozialen, motivationalen und emotionalen Kompetenzen eine große Rolle.  Durch kooperative Spiele können Klassengemeinschaften gestärkt werden. In Sportspielen oder kleinen Wettkämpfen erleben die Kinder das Gefühl zu gewinnen und zu verlieren. Wagnissituationen lassen Kinder über sich hinauswachsen. Um die Kinder in ihrem Entwicklungsprozess zu unterstützen, nutzen wir auch im Sportunterricht Reflexionsphasen, in denen wir unter anderem über das Erlebte und die dabei entstandenen Gefühle oder Reaktionen sprechen.

Im dritten Schuljahr wird zusätzlich ein Halbjahr Schwimmen unterrichtet. Der Schwimmunterricht findet im AGGUA Troisdorf statt. Dabei wird die Klasse in zwei Gruppen unterteilt – Schwimmer und Nichtschwimmer. Dadurch können alle Kinder ausgehend von ihrem individuellen Schwimmniveau gefördert und gefordert werden.

Im Rahmen des Sportunterrichts haben alle Kinder die Möglichkeit, das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben und einmal im Jahr führen wir die Bundesjugendspiele durch. Alle zwei Jahre findet ein Spendenlauf statt.

Kunst

Der Kunstunterricht soll Freude und Interesse an ästhetischen Ausdrucksformen wecken und fördern, indem wir den Kindern auf vielfältige Weise die Möglichkeit geben, sich individuell kreativ auszudrücken und ihre Phantasie zu entwickeln.

Dies geschieht zum einen fachbezogen, indem die Kinder sich z.B. mit Farben und Maltechniken auseinandersetzen, zu einem bestimmten Künstler arbeiten und seine Werke betrachten oder unterschiedliche Werkzeuge erproben, Materialien neu zusammenfügen und dadurch etwas Eigenes schaffen. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, sondern es geht vielmehr darum, individuelleWege und Strategien zu entwickeln um Gestaltungsvorhaben zielorientiert zu verwirklichen. Die Kinder lernen dabei am Entstehungsprozess und weniger am Ergebnis. So entstehen zu einer Aufgabenstellung ganz unterschiedliche, individuelle Produkte, indem sich die Kinder persönlich ausdrücken können.

Zum anderen wird das fachbezogene Lernen durch fächerübergreifende Projekte, z.B. in Verbindung mit Deutsch, Mathematik, Sachunterricht oder Religion bereichert. So entstehen dann Martinslaternen, es wird zu Gedichten gemalt oder mit geometrischen Formen künstlerisch experimentiert. Digitale Medien können zielorientiert zum Fotografieren oder für die Erstellung kurzer Filme eingesetzt werden. Dabei sammeln die Kinder Erfahrungen im sachgerechten Umgang mit den technischen Geräten, erproben deren Möglichkeiten und üben, Ergebnisse aus dem Kunstunterricht zu dokumentieren und auch in kleinen Ausstellungen zu präsentieren.

Musik

Musik hat einen hohen Stellenwert für die Kinder und besonders an der Janosch-Grundschule. Daher begleitet sie unseren Schulalltag in sehr vielen Bereich. Der Musikunterricht findet in jeder Stufe mit jeweils zwei Stunden wöchentlich statt. In dieser Zeit singen wir gemeinsam Lieder, tanzen oder spielen viel auf Orff-Instrumenten. Die Kinder hören Musikstücke bekannter Komponisten, erleben den Klang unterschiedlicher Instrumente und erfahren mehr über das Leben von Beethoven, Mozart und Co. Um die soziale Kompetenz der Kinder zu fördern, wird auch im Musikunterricht oft Partner- und Gruppenarbeit praktiziert. Die Kinder erarbeiten gemeinsame Projekte wie z.B. Szenen zu einem Lied gestalten und nehmen diese mit einem IPad zu einem kurzen Film auf.

Zusätzlich bieten wir eine Orchester-AG, eine Chor-AG und eine Kölsche-Lieder AG an, in der die rheinische Mundart den Kindern singend nähergebracht wird. Unsere Chöre und das „Orchester“ treten bei Schulveranstaltungen, aber auch außerschulisch in Oberlar, der Stadthalle oder bei Veranstaltungen in Bonn auf. Dies ist immer eine große Motivation für die Schülerinnen und Schüler sich intensiv musikalisch einzubringen.

Evangelische und katholische Religionslehre

Im evangelischen und katholischen Religionsunterricht kommen wir über vielfältige Methoden ins Gespräch sowie über Gott und über die Bedeutung des Glaubens für das eigene Leben. Wir nehmen uns die Zeit, die Fragen und Erfahrungen der Kinder in den Unterricht einfließen zu lassen. Die Kinder entdecken im Alten und Neuen Testament einen Gott, der sich den Menschen zuwendet. Die Feste des Jahreskreises werden aufgegriffen, Erfahrungen im Zusammenleben mit anderen Menschen thematisiert. Bereits im ersten Schuljahr nehmen wir uns viel Zeit auch den Glauben anderer Religionen kennenzulernen, um die gegenseitige Rücksichtnahme und den Respekt auch vor dem Anderssein zu leben – ganz nach dem Motto unseres Leitbildes. Darüber hinaus führen die Vertreter der katholischen und evangelischen Gemeinde unseres Ortes jedes Schuljahr gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern ein Projekt zum interreligiösen Lernen für alle 3. und 4. Schuljahre durch, an dem Kinder alle Glaubensrichtungen teilnehmen und Berücksichtigung finden. Ein gemeinsamer Gottesdienst, zu dem auch die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler eingeladen sind, bildet immer den Abschluss dieses Projektes.

Über das ganze Jahr feiern wir monatlich einen ökumenischen Schulgottesdienst, der Gelegenheit bietet, in Gemeinschaft kindgerecht zu feiern, zu beten, zu danken und zu singen. Ehrenamtliche Mitglieder der Gemeinden bieten an diesen Tagen den Kindern immer ab 7.30 Uhr ein gemeinsames Frühstück vor dem Gottesdienst an.

Förderung im Lernstudio

„Der Anfang ist immer entscheidend“

„Ein glücklicher Schulstart ist für jedes Kind wichtig“

Im August starten immer mit viel Freude unsere Schulneulinge in den 1.Schuljahren. Da für ein erfolgreiches Lernen und Arbeiten in der Schule basale Grundfertigkeiten sehr wichtig sind, werden unsere Kinder schon früh genau in den Blick genommen.

Bereits im Rahmen der Schulanmeldung werden Kinder im Oktober oder November des Vorjahres der Einschulung zu einem Schulspiel an unserer Schule eingeladen, um deren Lernausgangslage möglichst frühzeitig beurteilen zu können. Durch die gezielte Beobachtung der Kinder können Auffälligkeiten schon im Vorfeld der Einschulung festgestellt und notwendige Fördermaßnahmen eingeleitet werden.

Auch nach der Einschulung findet eine gezielte Beobachtung der Kinder statt und es werden Lernstandsdiagnosen durchgeführt. Kinder, die noch Auffälligkeiten bei den schulrelevanten Fähigkeiten zeigen, erhalten an unserer Schule Unterstützung durch die Dipl. Sozialpädagogin Frau Weg. Ziel dieser Förderung ist es, die Kinder in ihren Grundfähigkeiten zu stärken und Defizite weiter aufzuarbeiten. Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten der Kinder mit Freude und Erfolg am Unterricht der Schuleingangsphase mitzuarbeiten.

Je nach Bedarf werden Einzelförderungen oder Förderungen in Kleingruppen durchgeführt. Die Dauer und der Umfang der Förderungen orientieren sich individuell am Förderbedarf und dem Lerntempo des Kindes und werden die gesamte Zeit der Schuleingangsphase (1. und 2. Schuljahr) angeboten.

In der Schuleingangsphase erhalten die Kinder unserer Schule folgende Förderungen im Lernstudio:

  • Förderung der Vorläuferfähigkeiten für das Lesen und Schreiben
  • Deutsch als Zweitsprache – Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten
  • Förderung der mathematischen Fähigkeiten
  • Wahrnehmungsförderung
  • Konzentrationstraining
  • Schulung der Feinmotorik
  • Schulung der Merkfähigkeit

Auch informiert Frau Weg die Eltern über die Möglichkeiten der häuslichen Unterstützung sowie über notwendige außerschulische Fördermaßnahmen. Gerade in der Schuleingangsphase ist eine Unterstützung für Kinder mit Förderbedarf sehr wichtig, damit ihr Selbstvertrauen und ihre natürliche Lernmotivation erhalten bleiben und Defizite weiter aufgearbeitet werden können.

Herkunftssprachlicher Unterricht

Seit einige Jahren bieten wir Kindern mit türkischen oder arabischen Wurzeln auch herkunftssprachlichen Unterricht an. Dieser findet ein- bis zweimal die Woche in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen statt. Hierbei handelt es sich um ein ausschließlich freiwilliges Angebot, für das die Kinder aber auch zum Abschluss jeden Schuljahres ein gesondertes Zeugnis erhalten. Arabisch-Unterricht:

    • montags und freitags von 12:45 Uhr bis 13:30 Uhr gemeinsam für das 1. + 2. Schuljahr
    • montags und freitags von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr gemeinsame für das 3. + 4. Schuljahr

Der Arabisch-Unterricht wird von Ghamkeen Mustafa erteilt. Er studierte in Syrien Arabisch für das Lehramt. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums arbeitete er noch als Lehrer 4 Jahre in Syrien von 2008 bis 2012 bis er sich schweren Herzens dazu entschied sein Land aufgrund der Kriegssituation zu verlassen. Zunächst arbeitete er noch ein Jahr als Arabisch-Lehrer an einer Grundschule im Irak vom 2013 bis 2014, bevor er 2015 nach Deutschland kam.  Hier lernte er sehr intensiv die deutsche Sprache und ist seit September 2019 beim Schulamt Siegburg als HSU (Lehrer für Herkunftsprachlichen Unterricht ) beschäftigt. Seitdem unterrichtet Herr Mustafa auch Arabisch im Rahmen des Herkunftssprachlichen Unterrichts an der Janosch-Grundschule in Troisdorf- Oberlar. Im Unterricht werden die arabischen Buchstaben in ihren verschiedenen Formen gelernt, es werden Worte auf Arabisch gelesen und auch eigene Sätze gebildet. Lieder auf Arabisch sind natürlich ebenfalls Teil von diesem Unterricht. Zusammenfassend lautet das Ziel: Seine Herkunftssprache sicher beherrschen lernen, indem man sie langfristig sicher sprechen, schreiben, lesen und verstehen kann.  

Türkisch-Unterricht:

Die Kinder mit türkischem Migrationshintergrund haben die Möglichkeit am herkunftssprachlichen Unterricht (HSU) im Fach Türkisch teilzunehmen, der von Frau Akpinar erteilt wird. Ziel dieses den Regelunterricht ergänzenden Bildungsangebotes ist es, mündliche und schriftliche Kompetenzen der Schüler*innen in deren Familiensprache zu erhalten, zu erweitern sowie interkulturelle Kompetenzen auszubauen. In diesem Sinne trägt der HSU zur Förderung natürlicher Sprachenvielfalt und Wertschätzung lebensweltlicher Mehrsprachigkeit bei.

  • freitags von 12:45 Uhr bis 13:30 Uhr gemeinsam für das 1. + 2. Schuljahr
  • freitags von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr gemeinsame für das 3. + 4. Schuljahr

Wer seine Muttersprache gut beherrscht, kann auch andere Sprachen gut erlernen. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass türkische Kinder gut türkisch sprechen. Dadurch lernen sie auch die deutsche Sprache leichter und besser. Der Türkischunterricht orientiert sich am Lehrplan und befasst sich mit den folgenden Themenfeldern.

  • Zu Hause hier und dort
  • Jeden Tag und jedes Jahr
  • Lernen-arbeiten-freie Zeit
  • Durch die Zeiten
  • Eine Welt für alle
  • Kulturelle Tradition und Praxis

Unterrichtsmaterialien wie Lese- und Grammatikbücher sowie Arbeitshefte stehen den Schülern*innen kostenlos zur Verfügung. Nach verbindlicher Anmeldung durch die Eltern besteht die Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme. Vergleichbar mit dem regulären deutschen Sprachunterricht handelt es sich beim HSU um eine Form des türkischen Sprachunterrichts. Die Lerninhalte orientieren sich dabei vor allem an verschiedenen Alltagserlebnissen der Kinder, die ihre sozialen und kulturellen Lebenserfahrungen wiederspiegeln. Thematisch werden auch Bezüge zu anderen Fächern und Lernbereichen hergestellt, so dass die Schüler*innen im herkunftssprachlichen Unterricht gelerntes auf die in Deutsch unterrichteten Fächer übertragen können.